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 Alarmstufe: Rot 2


  USA 1995 / R: Geoff Murphy / mit: Steven Seagal, Eric Bogosian, Katherine Heigl

Amerika rasselt mal wieder mit den Ketten: Im Pentagon wird die Einweihung einer neuartigen Waffe gefeiert: Eigentlich hat ATAC sie anfangs als Spionagesatellit konzipiert, doch nun kann man mit “Grazer One” künstliche Erdbeben rund um den Globus auslösen. Die Zugriffscodes liegen in den Köpfen zweier Entwickler, die an Bord des Zuges “Grand Continental” gerade ein Schäferstündchen abhalten. Plötzlich wird der Zug vom gefeurten Entwickler Travis Dane (Eric Bogosian) gekapert. Er nimmt die Passagiere als Geiseln, macht “Grazer One” scharf und richtet seinen Peilsender auf Washington: 1 Milliarde $ oder die Reste des Pentagon kann man aus dem Atlantik fischen. Was er nicht berechnet hat: Militärkoch Casey Ryback (Steven Seagal) ist ebenfalls im Zug, um mit seiner Nichte Sarah (Katherine Heigl) Versöhnung zu schließen. Und der lässt es sich nicht nehmen, Dane kräftig in die Suppe zu spucken ...

“Ich hab’ nie an Dir gezweifelt!” Als sich Casey, Sarah und der Gepäckträger durch die Lüfte schwingen, schließen die Dialoge das ab, was der Film bis auf ein paar Ausnahmen darstellt: Schwache Leistung an allen Ecken. Einschichtige Gangster ballern wild um sich, Casey wird von einem Schuss getroffen und kraxelt trotzdem unentwegt drei Zentimeter über den Gleisen durch die Gestänge des fahrenden Zuges. Der Superkämpfer setzt Fäuste, Schläge und sonstiges Equipment ein, um sich in den Vordergrund zu spielen und seine übermenschlichen Überlebenskünste unter Beweis zu stellen. Die viel zu langatmige Einleitung versucht Geoff Murphy am Schluss, durch Action am laufenden Meter zu ersetzen: Ein Ölturm fällt dem künstlichen Erdbeben zum Opfer, die zwei Abwehrflugzeuge werden im Tiefflug getroffen (natürlich ohne, dass die nebenan fahrende Bahn etwas abbekommt...), zum Schluss ist der einzige Lichtblick zu sehen: Die “Grand Continental” geht auf Kollision mit einem benzinbeladenen Güterzug. Nach und nach brechen Brückenteile und verkeilte Waggons zusammen, um am Schluss die ganze Schose in die Luft zu jagen. Obwohl die Züge wenig ausgefeilte Modelle sind, ist die In-Szene-Setzung noch ganz passabel...