Falls keine Menus angezeigt werden, klicken Sie hier (aktuelle Seite wird verlassen)

 Assassins - Die Killer


  USA 1995 / R: Richard Donner / mit: Sylvester Stallone, Antonio Banderas, Juliane Moore

Sie schießen treffsicher, und ihre Schüsse sind garantiert tödlich: Profi-Killer, die im Auftrag von geheimen Hintermännern unliebsame Mitbürger aus dem Verkehr ziehen. Und der beste von ihnen ist Robert Rath (Sylvester Stallone). Doch plötzlich schnappt ihm jemand einen lukrativen Job weg: Jung-Latino Miguel Bain (Antonio Banderas) hat Rath zum großen Vorbild genommen und ist ebenfalls zur Koriphäe auf dem Gebiet des Tötens herangereift. Jetzt will er die Nr. 1 werden. Die Entscheidung soll ein Auftrag über die Computerhackerin Elektra (Juliane Moore) bringen, doch während Bain die Käufer der “heißen Daten” ausschaltet, bringt Rath sie vor ihm in Sicherheit. Hinter den Daten, die Elektra zu verkaufen hat, sind nun nicht nur CIA und Interpol her, sondern auch der Auftraggeber von Bain und Rath. Er bietet 20 Millionen $ für die Diskette. Elektra und Rath tun sich zusammen und blasen zum geldbringenden Schlag in der Karibik...

Schmollgesicht meets Latino-Schönling: Etwas aussichtslos scheint das Duell zwischen Stallone und Banderas ja schon: Beide haben jede Menge Erfahrung und immer neue und bessere Tricks drauf - die Raffinesse der Drehbuch-Autoren ist zu bewundern. Doch spielerisch ist Stallone dem Schönling eindeutig überlegen. Das hämische Lachen von Banderas ist nicht sonderling lange ertragbar. Dafür gesellen sich Rath und Katzenfreundin Elektra verdammt schnell zusammen. Die kühl gehaltene Art des Films lässt einen tiefen Einblick in den Charakter der beiden zu, steht jedoch nicht gerade für spannende 132 Minuten. Auch die Action ist bedient: ein bombenscharfer Koffer, eine offene Gasleitung in Elektras Wohnung und der Showdown im verfallenen Karibik-Hotel. Letzterer zeichnet im Übrigen die besten Seiten des Films aus: Wer solange warten kann (und vorher nicht aufgrund der grassierenden Spannungslosigkeit einschläft), bis der Schauplatz von Seattle in die Karibik wechselt, ist gut bedient: Erst beim finalen Duell gibt der Film - unerwartet - richtig Gas, es entwickelt sich ein spannender Showdown mit interessanten Offenbarungen. Hier hätte die Schere wohl gut getan, die überflüssigen Handlungsteile herauszuschneiden - 100 Minuten Film hätten für die Story vollkommen gereicht...