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 Bad Boys - Harte Jungs


  USA 1995 / R: Michael Bay / mit: Martin Lawrence, Will Smith, Tea Leoni, Tchécky Karyo

Nur 72 Stunden bleiben dem Cop-Team Marcus Burnett (Martin Lawrence) und Mike Lowrey (Will Smith), um zwei Paletten voller Heroin zu finden. Das konfiszierte Heroin legt eine undichte Stelle im Revier offen, und somit sollte der Stoff wieder da sein, bevor das FBI Wind davon bekommt. Eine erste Spur findet sich in Julie Mott (Tea Leoni). Sie hat den Mord von Mike's Freundin beobachtet, der Gangster hantierte mit dem gestohlenen Koks. Doch sie will nur mit Mike zusammenarbeiten. Kurzerhand tauschen Burnett und Lowrey die Rollen. Da gibt's nur ein Problem: Burnett ist (mehr oder minder) glücklich verheiratet, Mike ist der Sunnyboy persönlich. Doch lange bevor der Schwindel auffliegt, sind sie dem Drogenboß Fouchet (Tchéky Karyo) ganz dicht auf den Fersen. In einem Flugzeughangar nahe Miami treffen Cops und böse Typen aufeinander - und sorgen für mächtig Chaos...

”Tut, was ihr tun müsst - bloß viel schneller”. Das Tempo, dass Burnett und Lowrey eigentlich an den Tag legen müssten, wird in “Bad Boys” nur selten deutlich. Zu Beginn verwöhnen uns Don Simpson, Jerry Bruckheimer und Michael Bay noch mit fixen Kameraführungen und einer klasse Musikuntermalung, zwischenzeitlich dümpelt der Film aber auch ganz schön vor sich hin. Aber durchhalten: Sobald Julie von Fouchet entführt wird, geben Lawrence und Smith so richtig Gas - in einer tollen Verfolgungsjagd sorgt Will Smith für qualmende Füße. Dazwischen gibt's eine gut durchdachte Story, ein wenig Familienzoff und einige amüsante Dialoge. Zum Schluss dreht der Film dann noch einmal richtig auf: Von Flugzeughangar und Flugzeug bleibt nur noch Schrott übrig - leicht entzündlicher Äther macht's möglich. Und die zwar konstruierte, aber temporeich inszenierte “letzte Fahrt” von Fouchet in Richtung eines Rollfeld-Nadelöhrs lässt die letzten Minuten wie im Fluge vergehen. Man fragt sich zwar, warum der Film teils so lahm ist, der Schluss entschädigt aber für viel. An Bay's Nachfolgeproduktion “The Rock” kommt er jedoch nicht heran...