Falls keine Menus angezeigt werden, klicken Sie hier (aktuelle Seite wird verlassen)

 Crime Is King - 3000 Meilen bis Graceland


  USA 2001 / R: Demain Lichtenstein / mit: Kurt Russell, Kevin Costner, Courteney Cox, David Kare

Elvis lebt! Diesen Slogan wollen fünf Kumpels, darunter Michael (Kurt Russell) und Murphy (Kevin Costner) bei der diesmaligen Elvis-Doppelgänger-Show in einem Casino in Las Vegas unter Beweis stellen - sie wollen an den Tresorinhalt. Kaum sind die 3,2 Millionen $ jedoch ausgeflogen und die (jetzt nur noch) vier wieder in ihrem Hotel im Wüstenkaff Rosewood angekommen, gibt’s Querelen: Murphy will das Geld nicht teilen - er nietet seine Helfershelfer um und saust davon. Doch Michael überlebt - und kann das Geld sicherstellen, jedoch nicht, ohne dass sein One-Night-Stand Cybill (Courteney Cox) und deren Junior Jesse (David Kare) spitzkriegen, was hier läuft. Notgedrungen nimmt er sie mit - auf den Weg zur vereinbarten Geldwäsche bei einem Antiquitätenhändler. Doch diverse Bullen machen die Fahrt schwer. Schlussendlich klaut Cybill den Wagen und braust alleine davon. Doch sowohl Michael als auch Murphy sind ihr auf den Fersen und sie sind mächtig sauer...

“Banken überfällt doch wohl jeder!” dachte sich auch Regisseur Lichtenstein und drehte den “großen Coup” diesmal in einem Casino. Die fünf Elvis-Plagiate (Murphy hält sich dabei für den “unehelichen Sohn des King”) geben erst ein verrücktes, anschließend jedoch unerwartet brutales Bild ab (einem sich in den Aufzug klemmenden Bullen wird direkt in den Kopf geschossen). Alles, was nach dem großen Coup kommt, ist definitiv Überlänge. Die Minuten, in denen sich Cybill, Jesse und Michael für die Reise entscheiden, Murphy eine Anhalterin mitnimmt und sich mit einem Polizisten duelliert, alle drei sich beim Hehler wieder treffen und schließlich gemeinsam im Knast landen, scheinen nicht vorüber zu gehen. Erst, als sich Murphy auf die Jagd nach Cybill macht und schließlich Jesse entführt, wird’s zumindest feurig und damit kurzweiliger: Die beiden preschen durch einen Vergnügungspark und zum Schluss gibt’s minutenlangen Kugelhagel, wobei der Verlierer ganz schön bluten muss. Somit hätten wir eine Mischung aus großem Überfall, romantischem Roadmovie und Krachbumm-Action. Ein halbwegs sinnvolles Ganzes wird jedoch nicht daraus. Am ehesten könnte man aus dem Schluss noch was machen, so bleibt der Film aber schwach...