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 Daylight


  USA 1996 / R: Rob Cohen / mit: Sylvester Stallone, Amy Brenneman, Viggo Mortensen

Stoßzeit zwischen Manhattan und New Jersey - Tausende von Autos quälen sich durch den Holland Tunnel. Als ein paar Kleinganoven den Tunnel für eine Verfolgungsjagd nutzen, die Kontrolle verlieren und in mit Giftmüll beladene LKW's rasen, beginnt ein Inferno: Ein Feuer mit giftigen Dämpfen breitet sich in der Röhre aus. Fassungslos sieht Taxifahrer Kit Latura (Sylvester Stallone), ehemaliger Notfall-Einsatzleiter das, was vom Tunnel übrigblieb. Für ihn gibt es nur ein Ziel: Die wenigen Überlebenden, die geortet wurden, zu finden und trotz der eingestürzten Eingänge zu retten. Durch die Ventilatoren der Lüftungsschächte gelangt er zu einem Dutzend Überlebende, unter ihnen Schriftstellerin Madelyne (Amy Brenneman) und Survival-Künstler Roy Nod (Viggo Mortensen). Doch das hereinströmende Wasser macht die Rettungsaktion nicht leicht. Zur Abdichtung sprengt Kit einen Teil der Decke. Doch die Probleme sind noch lange nicht vorbei...

”Wir haben einen Smoker!” Die ersten 20 Minuten dieses Katastrophen-Spektakels lassen Pyrotechnik-Freak-Herzen höher schlagen. Nachdem die Kleinganoven quer in die LKWs schossen, breitet sich ein Feuerpanzer erster Güte aus und verschlingt reihenweise Wägen, Menschen und sonstiges Equipment inklusive der Büste am Tunnelportal mit sich. Ein Hoch an die Macher dieses 1A-Special-Effects. Im Anschluss daran bleibt durch immer wieder neu auftretende Probleme die Spannung erhalten, jedoch leidet mit der Zeit und der Anzahl der Sprengungen und Flutungen immer mehr die Realitätstreue, die im schon fast an Stuß grenzenden Showdown ihren Höhepunkt findet. In einer Kapelle kommt die Story ein wenig zur wohlverdienten Pause, ab hier sollten Fans von nachvollziehbaren Handlungssträngen das Abschalten beginnen. Während die Rettung der einen über eine alte Holztreppe (gibt es in alten Tunneln eigentlich wirklich so viele Gänge, die dann mit der Kanalisation verbunden sind ?!?) die ersehnte Auflösung bringt, führt das Überbleiben von Kit und Madelyne im Wasser zu gerechtfertigten “Nicht schon wieder”-Rufen. Diese zusätzliche Handlung ist mehr als unnötig. Ohne diesen Verfall gegen Ende wäre es ein erstklassiger Film...