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 Death Train


  GB/USA 1992 / R: David S. Jackson / mit: Pierce Brosnan, Ted Levine, Christopher Lee, Patrick Stewart, Alexandra Paul

Europa 1992: Russen wie Amis sind die Feinde ausgegangen. Der beste Grund für General Benin (Christopher Lee), den Kalten Krieg zu reaktivieren. Mittels zweier in Deutschland gebauter Atombomben will er die alten Fronten wieder herstellen. Doch beim Bau wird er selbst verstrahlt, Entwickler Leitzig liegt im Sterben. Um unerkannt zu bleiben, heuert Benin den Söldner Alex Tirney (Ted Levine) an. Er soll ein Bömbchen per gekapertem Güterzug quer durch Europa kutschieren - und dabei die UNACO - eine Unterorganisation der UN - auf Trab halten. Der Chef der UNACO, Malcolm Philpot (Patrick Stewart) stellt einen Trupp zusammen, um den Zug zu stoppen: Sein alter Freund Mike Graham (Pierce Brosnan) muss dafür ein Motorrad-Rennen sausen lassen und sich mit seiner weiblichen Unterstützung, Sabrina Carver (Alexandra Paul), anfreunden. Alle Versuche, den Zug zu stoppen, gehen daneben - Tirney scheint immer zu wissen, was die UNACO vorhat...

”Dieses Plutonium wurde gestohlen. Gramm für Gramm.” Der Anfangsmonolog klingt wie aus dem Schulfernsehen und lässt Schlimmstes befürchten. Mit Dialogen kann der Film nun wirklich nicht glänzen, dazu fehlt ihnen der Pfiff. Richtig schlimm wird es, als die russischen Worte Benin’s per Untertitel in die deutsche Umgangssprache übersetzt werden - viel zu gestelzt. Überraschend gut wurde dafür - trotz fehlender deutscher Beteiligung - in europäischen Landkarten recherchiert, auch das DB-Logo am Zug passt. Die Zugstelltafeln zeigen Orte und Bahnlinien korrekt bis auf kleine Mißgeschicke (die Strecke Stuttgart-München führt nicht über Blaubeuren), die Fahrt von Bremen über Stuttgart, Zürich, Bozen und Triest nach Belgrad wirkt dadurch kurzweilig und leicht nachvollziehbar. Mit der Menge an Action hapert’s: Ein Heli verteilt sich bruchstückhaft auf den Südschwarzwald und im Tirano-Tunnel (gemeint ist wohl der Albula-Tunnel, an dessen Nordportal m. E. die “italienische Seite” gefilmt wurde), der von den Behörden um ein Stück Gleise beraubt wurde, nimmt der Zug einen LKW mit. Der Schluss ist dafür gar nix: Viel zu schnell, kein “großer Knall”. Ein paar überraschende Wendungen runden das Bild ab, das Mittelmaß bleibt...