|
Van Damme: Endstation Tod | |
|
Mit den Worten “Sie müssen nur Babysitter spielen” endet abrupt der Familienurlaub in Wien von Spezialagent Jacques Kristoff (Jean-Claude Van Damme): Er soll die Hightech-Diebin Galina Konstantin (Laura Harring) von Bratislava nach München eskortieren. Im Gepäck: Drei brisante Ampullen, randvoll mit biologischen Kampfstoffen, die Galina dem Terroristen Mason Cole (Tomas Arana) aus dem Tresor stibitzt hat. Auf Anweisung von oben nutzt Jacques ein etwas unpassendes Verkehrsmittel: Bummelzug 681 nach München. Die Freude über das gemeinsame Abteil mit der ansehnlichen Diebin hält aber nur, bis Jacques' Familie (u. a. Susan Gibney) mit einer Geburtstagstorte im Abteil steht. Und auch Cole ist nicht untätig: Auf einem Bahnhof in Österreich kapert er den Zug und nimmt die Passagiere als Geiseln, auch Jacques Familie. Jacques kann ihnen entwischen und beginnt eine gnadenlose Jagd... |
|
|
Und schon wieder ein Kampfstoff-im-Zug Film á la "Alarmstufe: Rot 2" und "Death Train": Der Handlung fehlt - trotz interessantem Anfang - der rote Faden, die Zugfahrt zieht sich teils unbarmherzig in die Länge. Einzige durchdachte Neuerung im Drehbuch: Eine der Ampullen bricht aus und verseucht einen Waggon mit Pocken. Zumindest die, die nicht mehr dagegen geimpft wurden. Der Rest besteht aus einer obligatorischen Familienkrise, den typischen Schmeicheleien (“Das hast Du sehr gut gemacht”) sowie jeder Menge Krach-bumm: Die Ideen der Action sind rasant, vielseitig und wuchtig: Kristoff liefert sich im Stadtverkehr von Bratislava eine Verfolgungsjagd, bei der eine Straßenbahn und eine Tankstelle hochgehen, ein Hubschrauber landet an einer Tunnelwand, Van Damme saust per Bike , über die Wagendächer, ein zweiter Zug mit besoffenem Fahrer reißt die hinteren Waggons ab und zum Schluß flitzt die Lok eine zerbombte Brücke hinunter. Es mangelt jedoch an der Ausführung: Die Tricks sind von unterstem Niveau, die viel zu schnellen Schnitte sollen dies wohl bei der Tankstellen-Szene verdecken: Dass man nicht weiß, warum etwas in die Luft fliegt, ist ja normal, aber dass man nicht mal weiß, was in die Luft fliegt, ist schwach. Unterer Durchschnitt... | |