|
Extreme Ops | |
|
Pech für Pavlov (Klaus Löwitsch): Eigentlich wollte der jugoslawische Schwerverbrecher ein unfertiges Hotel auf einem Karawanken-Gipfel nutzen, um sich dort nach seinem vorgetäuschten Tod dauerhaft zu verschanzen. Leider hat er nicht damit gerechnet, dass in ausgerechnet diesem Rohbau eine Filmcrew einzieht: Extrem-Werbefilmer Ian (Rufus Sewell) will dort seinen spektakulärsten Spot drehen: Chloe (Bridgette Wilson-Sampras), Goldmedaillenträgerin im Abfahrtslauf soll auf Skiern einer künstlich ausgelösten Lawine davonrasen. Das ist natürlich ein Traum für die Stunt-Snowboarder Kittie (Jana Pallaske) und Silo (Joe Absolom), die ihr Können beim Dauer-Bahn-Surfen und Hausdächer-Runtersausen beweisen. Eher zufällig filmt die Crew das Versteck von Pavlev - und der hält die Filmleute definitiv für Spitzel der CIA. Er beginnt eine gnadenlose Jagd... |
|
|
Eine Filmcrew zieht sich die Schneeschuhe von Willy Bogner und James Bond an und macht sich auf nach Österreich, um dort zwischen Apres-Ski und Schneebrettern zu versumpfen. So wie die Kurzform der Handlung könnte auch die Wochenplanung der Crew um Christian Duguay ausgesehen haben: In einer endlos scheinenden, fast zwei Drittel des Films dauernden Einleitung müssen die überheblichen Stuntboarder sich an Züge hängen, sich über Klippen hangeln, meterhohe Abhänge hinunterdüsen und eine Hüttenparty aufmischen. Dass dabei Ischgl seit Neuestem in den Karawanken liegt (seit wann liegt Tirol überhaupt an der slowenischen Grenze?) und zum Teil enorme Ähnlichkeit mit Mayrhofen aufweist, war mir bisher wohl verborgen geblieben. Auch, dass die Windräder vor dem vermeintlichen Hotel-Rohbau nur in ein paar Einstellungen zu sehen sind, in allen anderen nicht, gibt mir zu denken. Aber zurück zur Handlung, sofern es denn in der verbleibenden halben Stunde noch eine geben sollte: Einzig Klaus Löwitsch als finsterer Padrone und die gut anzusehende Chloe können die sonst total festgefahrene Situation halbwegs retten, und (bis zur abrupten Auflösung, als ein Hubschrauber gegen eine Felswand kracht) noch ein Fünckchen Spannung erzeugen, die dem Rest des Films in einer Wintersport- Endlosscheife schon lange verloren gegangen ist... | |