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 Fortress - Die Festung


  AUS 1992 / R: Stuart Gordon / mit: Christopher Lambert, Loryn Locklin, Kurtwood Smith

Amerika in naher Zukunft: Weil eine Bevölkerungsexplosion droht, darf jede Frau nur noch einmal im Leben Spaß im Bett haben - mehr als ein Kind zu zeugen ist ein strenger Gesetzesverstoß. Leider haben John Brennick (Christopher Lambert) und Karen (Loryn Locklin) nicht aufgepasst, bei einer Routinekontrolle an der Staatsgrenze werden sie geschnappt. Während Karen noch fliehen kann, landet John für 31 Jahre hinter Gittern: im privaten Hochsicherheitsgefängnis “Fortress”. Dieses erstreckt sich mitten in der Wüste über 33 Stockwerke - nach unten: Es gibt weder Tag noch Nacht und an der Spitze des Gefängnisses steht Poe (Kurtwood Smith), ein sadistischer Geschäftsführer mit einer Unmenge an elektronischen “Hilfskräften”. Jedem Sträfling wird ein Chip in den Magen eingepflanzt, auf Knopfdruck kann Poe den Sträflingen Schmerzen zufügen, oder sie töten. Doch Poe hat ein Laster: Er ist Single und steht auf Frauen wie Karen...

Ein sadistischer Gefängnisdirektor, ein Einzelkämpfer im Strafvollzug, jede Menge bösartige Gefangene und eine Frau, die den Schlüssel zur Flucht bringt. Klingt nicht sonderlich neu, ist aber zu Beginn voller guter Ideen: Die stählern-düsteren Ansichten der Festung, “Big Brother”- Überwachungsanlagen, unbequeme Betten und tägliche Prügeleien sorgen für Staunen - die erste halbe Stunde bringt fast minütlich neue Überraschungen, story- wie tricktechnische Meisterwerke. Lambert wird einer Gehirnwäsche unterzogen, die ihn zu einem rammdösigen, gedankenlosen Stück Fleisch und Blut macht, er rauft sich auf beweglichen Aufzugspodesten mit Massenmördern und verteidigt seine Pritsche. Derweil umschmeichelt Karen den seelen- und beziehungslosen Poe mit allem, was ein Junggeselle zum Glücklichsein braucht. Doch als herauskommt, dass Poe kein richtiger “Mensch” ist, sondern eine genmanipulierte Abart, die weder Speis, noch Trank, noch Schlaf, noch WC braucht, gehen Regisseur Gordon die Ideen aus. Mit Ausnahme, dass Poe allergisch gegen Wasser reagiert, passiert in den letzten 40 Minuten eigentlich nicht mehr viel. Ach ja: John und Karen können fliehen, aber was ist mit den anderen Gefangenen...?