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 Godzilla


  USA 1998 / R: Roland Emmerich / mit: Matthew Broderick, Jean Reno, Maria Pitillo

Im Südpazifik wird ein Schiffswrack gefunden. Es scheint wie von mächtigen Zähnen durchbissen zu sein, nur ein Mann der Besatzung hat überlebt. Die Männer um Pierre Roche (Jean Reno) können ihm jedoch nur ein verschwommenes “Godzilla” entlocken. Währenddessen machen riesige Fußspuren in Panama und Jamaica die Amerikaner stutzig. Sie holen den Spezialisten für atomare Veränderungen - Spezialgebiet Regenwürmer - Nick Tatopolis (Matthew Broderick) zur Untersuchung. Der äußert eine grauenvolle Vermutung: Die Atomversuche auf dem Moruroa-Atoll haben eine neue Spezies, eine atomar veränderte Echse von gewaltiger Größe erschaffen. Kaum ausgesprochen, landet diese in der Innenstadt von Manhattan - und lässt von dieser nicht viel übrig. Nick soll den Soldaten, die zu Godzillas Vernichtung ausgeschwärmt sind, helfen. Zusammen mit seiner College-Liebe Audrey (Maria Pitillo) macht er eine Entdeckung: Godzilla ist eine Frau - und schwanger...

Roland Emmreich macht “bumm-bumm”. Nach dem Motto nicht kleckern, sondern klotzen verbratet die Riesenechse drei Viertel von Manhattan zu Bauschutt. Nur verständlich, dass die Free-TV-Premiere kurz nach dem 11. September 2001 kurzfristig verschoben werden musste: Die WTC-Türme bleiben zwar stehen, Madison Square Garden - die Brutstätte der Echsenbabys - , das Chrysler- Building und die Brooklyn-Bridge landen jedoch auf dem Müll. Doch davon lebt die 130-minütige Materialschlacht, ausgeprägte Charaktäre oder raffinierte Handlungen sucht man vergeblich. Und - ganz ehrlich - die Ideen für die Spaziergänge von Godzilla sind größtenteils dermaßen dämlich, dass man schon fast darüber lachen kann, vielleicht sogar muss. Wenn sich Godzilla in den Stahlseilen der Brooklyn Bridge verhängt, Pierre ihm über die Zehen fährt, das Ding mit dem Schwanz ganze Fensterfronten abrasiert und Löcher in Hochhäuser reißt, erregt das weder Schauder noch Spannung. Dafür ist das ganze einfach zu weit hergeholt und viel zu übertrieben - echt amerikanisch und ein angemessener Nachfolger für “Independence Day”. Wer also mal wissen will, wie dämlich man eine Stadt zerstören kann, sollte sich den Film genehmigen; anspruchsvolle Gucker: Abschalten!