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Götterdämmerung - Morgen stirbt Berlin | |
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Berlin 1999: Der gesamte Potsdamer Platz ist eine einzige Großbaustelle. Doch im Untergrund brodelt es schwer: Bei einer Bombenexplosion stirbt ein Bauarbeiter. Das ruft Polizeitaucher Alex (Tim Bergmann) und sein Team (u. a. Christian Oliver) sowie das LKA auf den Plan. Die Taucher finden einen zuvor nicht bekannten Bunker sowie eine aktive Uhr, die einen Countdown von 48 Stunden zählt. Sandra (Christiane Paul), Historikerin und Ehefrau von Alex erkennt es sofort: Es handelt sich um Relikte aus der NS-Zeit. Damals hatte eine SS-Gruppe mit dem Namen "Ragnarök" - Thor's Hammer - ein ehrgeiziges Ziel: Sollte Deutschland kapitulieren, explodiert die gesamte Reichshauptstadt Berlin. Ragnarök gilt zwar als Legende - doch immer mehr Bomben werden unter der Stadt entdeckt. Sandra erhält Unterstützung von Kommissar Lobenstein (Rüdiger Vogler). Die Versuche, die Bombenmaschinerie zu stoppen, scheinen systematisch boykottiert zu werden. Steckt etwa Sandra's Großvater - bekennender Anhänger der NS-Zeit - dahinter? Doch er wird getötet - ebenso wie Lobenstein. Sandra kann den Drahtzieher finden: Viktor Lieker - doch dieser hat auch heute kein Interesse daran, Berlin zu retten... |
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Die prunkvollen Zeugnisse der vollzogenen Wiedervereinigung bieten eine ideale Kulisse für ein teils verworrenes, gerade zum Schluss hin jedoch sehr spannendes Untergangsszenario. Die ausgeklügelte Handlung um ein vor 60 Jahren angelegtes Netz von Bomben scheint zwar sehr weit hergeholt, wird jedoch bis auf kleine Ausnahmen (laufende Ventilatoren und aktiver Stromkreis im sonst stillgelegten Kraftwerk) recht gut begründet. Schwach dagegen die Rolle der Bösewichte: Ohne echte Begründung beseitigen sie Sandra's Opa und Lobenstein und beenden einen Ultrakurz-Auftritt von Eva Habermann. Ihre Motive und Pläne hätte man sicher besser darstellen können. Action gibt's in eher geringem Maße: Einer Unterwasser-Explosion mit einer Feuerwalze folgt eigentlich kaum noch Pyrotechnik, die zum Ende des Countdowns hin jedoch stetig steigende Spannung gleicht dies jedoch gekommt aus. Gerade die kleine Falle am Schluss des Countdowns überrascht. Recht gelungenes Porträt der Relikte im Berliner Untergrund, ohne großen Aufwand, aber auch nur mit lediglich kleinen Macken... | |