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 Höllenjagd nach San Francisco


  USA 1997 / R: Charles Carner / mit: Viggo Mortensen, Christine Elis, Jason Priestly

Jimmy Kowalski (Viggo Mortensen), Ex-Rennfahrer, soll ein Auto aus New Mexico überführen. Karfreitag erfährt er auf der Rückfahrt, dass seine hochschwangere Frau (Christine Elis) nach einem Anfall im Krankenhaus liegt. Jimmy will auf dem schnellsten Weg dorthin - und fält prompt in die nächste Radarkontrolle. Die schlechtgelaunten Cops rasseln bereits mit den Handschellen, doch Jimmy rast los. Es beginnt eine Jagd durch halb Amerika, verfolgt von Gesetzeshütern aller Coleur. Doch Jimmy macht sich während der dreitätigen Fahrt nicht nur Feinde: Die Hörer von Radiokommentator “The Voice” (Jason Priestly) stehen voll hinter ihm. Zudem erfährt er bei verschiedensten Indianerstämmen und Wüsten-Einsiedlern viele neue Dinge, die seinem Leben einen neuen Einfluss geben. Er hat ein festes Ziel: Das Krankenhaus mit seiner Frau. Doch an ein erfolgreiches Ankommen ist kaum noch zu denken...

Wer bei dem Titel an schrottplatzfüllenden Trash denkt, ist vollkommen auf dem falschen Pfad. Das Remake des 70er-Jahre-Films “Fluchtpunkt San Francisco” ("Vanishing Point") bietet zwar auch die Explosion mehrerer Polizeiautos und eines Flugzeugs, der wahre Hintergrund ist jedoch mehr eine etwas gewöhnungsbedürftige, aber unbedingt überzeugende Mischung aus Psychologie, einem Schuss Glauben und dem verlorengegangenen Traum vom “Land der unbegrenzten Möglichkeiten”, mit dem die USA einst warben. So gerät Jimmy an weissagende Indianer und Cops, die jeden Raser für einen Schwerverbrecher halten. Während der gesamten Jagd steht ihm der Heilige Christopherus bei. Auch der Schluss will diesen Mix beibehalten, in den letzten 5 Minuten stiftet er - im genauen Gegensatz zum anderen Film - nur Verwirrung. Dieser Film ist wirklich sehenswert für alle, die kein 08/15-Krachbumm erleben wollen, sondern mal sinnieren, mal mitfiebern und mal unterhalten werden wollen. Eine echte Alternative...