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 Indiana Jones und der letzte Kreuzzug


  USA 1988 / R: Steven Spielberg / mit: Harrison Ford, Sean Connery, Denholm Elliott, Alison Doody

Ein folgenschwerer Hilferuf: Walter Donavan (Denholm Elliott) bittet seinen alten Freund Indiana Jones (Harrison Ford) zu sich: Er ist auf der Suche nach dem Heiligen Gral und hat bereits einige Spuren finden können, sein Projektleiter ist jedoch verschwunden, und der ist kein geringerer als Indy's Vater Henry Jones (Sean Connery). Doch zuerst gilt es, den zweiten Teil einer alten Inschrift zu finden. Mit Hilfe von Wissenschaftlerin Elsa (Alison Doody) versucht Indiana, in Venedigs Katakomben das Corpus Delicti zu finden - stets verfolgt von beschützenden Bruderschaften und jeder Menge Nazi-Anhänger: Der Heilige Gral spendet ewiges Leben, und nur so können diese das Tausendjährige Reich auch erleben. Mit Papa's Tagebuch in der Tasche begibt sich Indiana nach Österreich: Er kann seinen Vater aus den Fängen der Deutschen befreien. Doch bis der Heilige Gral gefunden werden kann, müssen die drei noch eine weite Reise in den nahen Osten machen...

Utah, Portugal, Amerika, Venedig, Österreich, Berlin und schlussendlich der Nahe Osten: An Schauplätzen hat sich Spielberg diesmal viel vorgenommen - kein Wunder, dass die 118 Minuten zeitlich etwas aus dem Rahmen fallen. Nach einer etwas überflüssigen Einleitung gibt's eine klasse Bootsjagd durch die Kanäle Venedigs und eine rasante Jagd per Motorrad mit Beiwagen, in dem Sean Connery “thront”. Was dann mit Berlin, Zeppelinen und Flugzeugen kommt, ist eigentlich für die Story selbst wieder unnötig - auch wenn Hitler's Autogramm im Tagebuch von Jones sen. ein netter Einfall ist. Ein Flugzeug macht eine beschneidende Erfahrung mit einem Straßentunnel und ein Weiteres mit einem Schwarm Möwen. In den arabischen Wüsten werden daraufhin noch Panzer, LKW's und Soldaten dezimiert. Somit gibt's einige kurzweilige Abschnitte, die jedoch irgendwie kein richtiges Ganzes ergeben wollen: Alle stehen einmal auf der guten und plötzlich auf der bösen Seite, diverse Seiten des Tagebuches nehmen wundersame Wege auf sich und das Schnitzeljagd-Feeling kommt, außer zum Buchstabenrätsel am Schluss, etwas kurz. Jones senior und Jones junior hangeln sich somit ganz ansehnlich, aber zusammenhanglos durch die Welt...