|
Das Inferno - Flammen über Berlin | |
|
Berlin, Alexanderplatz: Eigentlich soll Taxifahrer Tom (Stephan Luca) nur eine Karrierefrau zum Kongresszentrum bringen, doch im Rückspiegel beobachtet er Rauch aus dem Berliner Fernsehturm. Dort kellnerte bis eben noch seine Ex-Freundin Katja (Silke Bodenbacher). Ihre Beziehung ging auseinander, als Tom als Berufsfeuerwehrmann ihren Bruder an einem Brandherd zurückließ und dieser tödlich verunglückte. Dies hat auch Feuerwehrchef Horst Strasser (Klaus J. Behrendt), Vater von Katja, zu Tom's Entlassung bewegt. Nun steht er am Fuße des Turms und muss hilflos mit ansehen, wie Katja mit ihrem Chef Thannhäser und etwa drei Dutzend Gästen in den Flammen eingeschlossen sind. Mauerstücke haben Rettungstreppen unpassierbar gemacht, der Aufzug ist längst abgestürzt. Schnell wird ein Statiker beordert, der die Stabilität des Turms bei den Rettungsmaßnahmen überwachen soll. Doch als Strasser mit der Rettung beginnt, ereilt ihn der nächste Schock: Fünf Kollegen sind auf der Treppe verschüttet worden, und außer Brandinspektor Henning (Christian Kahrmann) ist nur noch einer am Leben: Tom... |
|
|
Das "Flammende Inferno" im Fernsehturm: Naja, warum mal nicht... Ähnlich wie im Genre-Klassiker gehen nacheinander alle erdenklichen Ausgänge flöten. Für eine deutsche Eigenproduktion geht das Ganze aber gar nicht mal so unspektakulär vonstatten: Ein Flammenmeer umgreift das Drehrestaurant, der Aufzug kracht ins Erdgeschoss und dessen Kabelhalter nimmt die Betontreppe mit. Auch die später berstenden Stahlträger und ein festsitzender Reinigungsaufzug sorgen für Hochspannung, die sich bis zum schnell abgespulten Schluss doch recht ansprechend steigern. Wären da nicht... Während das Produzentenduo Wiedemann & Berg bei den Stunts die Logik gar nicht mal so arg mit Füßen tritt (wenn auch die Windverhätnisse manch physikalischen Gesetzen widersprechen), sorgen Drehbuch und Personen teilweise für stöhnende Gesichter: Ein Businessmen und ein Afrikaner leben 200 Meter über dem Boden ihre Feindseligkeiten aus, ein launischer Chef wird plötzlich von seiner frommen Angestellten schikaniert und über allem wacht Ex-Kollege Tom mit einer Bruce-Willis-gleichen Allwissenheit entgegen jeglichen Vorschriften. Zwei Liebespärchen und eine Mutter-Sohn-Beziehung dürfen auch nicht fehlen (wie hasse ich den Satz "Ihr Sohn ist ja soo tapfer"), doch die ansprechende Umsetzung und der spannende Handlungsaufbau sehen über diese Macken weitgehend hinweg... | |