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 Joyride - Spritztour


  USA 2001 / R: John Dahl / mit: Paul Walker, Steve Zahn, Leelee Sobieski

“Du solltest Dein Rücklicht reparieren!” Gerade haben sich die Brüder Lewis (Paul Walker) und Fuller (Steve Zahn) noch einen harmlosen Scherz per CB-Funk erlaubt: “Zuckerstange” Lewis hat mit einer charmanten Frauenimitation den Trucker “Rostiger Nagel” in ein Motel beordert, doch dort erwartete “Rostiger Nagel” ein alter Kotzbrocken. Am nächsten Morgen liegt jener Kotzbrocken mit herausgerissenem Kiefer auf der Intensivstation. Lewis und “Schwarzes Schaf” Fuller hauen ab. Doch eben nun hat sie “rostiger Nagel” im Visier seiner Scheinwerfer. Doch sie können ihm entkommen. Am nächsten Morgen holen die beiden Venna (Leelee Sobieski) ab und haben den Vorfall schon beinahe vergessen, als in der nächsten Nacht “rostiger Nagel” wieder auftaucht: Im Kofferraum befindet sich das “entsorgte” CB-Funkgerät, und “rostiger Nagel” scheint viel mehr über die drei zu wissen, als sie sich vorstellen können. Schließlich entführt er Venna...

Eigentlich sind die Zeiten des CB-Funk ja schon lange vorbei, aber für diesen Roadmovie-Thriller kam die alte Walkie-Talkie-Methode nochmal zum Einsatz. Und was als Scherz beginnt, wird schnell zum brutalen und schließlich tödlichen Trip. Der unbekannte und namenlose Trucker scheint ziemlich schlechte Laune zu haben: Er setzt Venna ins Visier einer Schrotflinte, bringt den Zimmernachbarn ins Krankenhaus, jagt die drei durch ein Maisfeld, zerteilt einen Eislaster in der Mitte und steckt den Chrysler der Jungs in Brand. Schlußendlich schickt er seinen Truck durch die Zimmerwände des Motels. Die Spannung steigt bis zum überraschenden, aber viel zu abruptem Schluss kontinuierlich an. Teilweise ist die Story jedoch sehr vorhersehbar (Kreditkarten-Finder, Autoklau, ...) und routiniert. Etwas überflüssig erscheint mir die Entführung von Venna’s Freundin Charlotte, die während des ganzen Films eigentlich nur 20 Sekunden zu sehen ist, trotzdem scheint der Trucker alles über sie zu wissen, und finden tut er sowieso alle überall und an jedem Ort. Diese Patzer hinterlassen einen doch recht unschönen Nachgeschmack, die Düsternis und Spannung ist jedoch klasse in Szene gesetzt. Also: keine Scherze mit einsamen Truckern mehr ...