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 Jackie Chan - Spion wider Willen


  HK 2001 (Te wu mi cheng) / R: Teddy Chan / mit: Jackie Chan, Eric Tsang, Vivian Hsu, Kim Min-Yeong

Eigentlich ist Jackie (Jackie Chan) nur ein harmloser Fitnesstrainer. Doch als er bei einem Überfall vor seiner Bürotür die Beute auf eigene Faust sicherstellt und die komplette Räuberbande mit Faustschlägen lahmlegt, interessieren sich plötzlich Reporter, Geheimdienst und Detekteien für ihn. Am Sterbebett seines Vaters, von dem er kurz nach seiner Geburt getrennt wurde, erfährt er den Grund: Dieser war Doppelagent für Nord- und Südkorea, für seinen letzter Fall forschte er in Istanbul nach Drogenentwicklungen. In Begleitung von Reporterin Carmen (Vivian Hsu) reist Jackie in die Türkei. Dort hat sein Vater einen Koffer mit einer neuartigen Opiumsorte in einer Kirche deponiert - doch hinter dem sind die Drogenhändler um Li (Eric Tsang) und eine ganze Verschwörung von Taxifahrern und Leibwächtern her. Sie setzen die schnucke Yong (Kim Min-Jeong) auf Jackie an. Doch Yong ist nicht so treu, wie Li es gerne gehabt hätte...

Jackie auf Spuren von 007 - dementsprechend verrückt und schwer nachvollziehbar ist die Story. Doch die ist mal wieder nur Nebensache. Jackie Chan bietet das, was er immer bietet: Er prügelt alles und mit allem, was bzw. wer ihm in die Quere kommt. Gleich zu Beginn das erste Highlight: Nach einem Dreikampf in einem Aufzug schwingt sich Jackie auf einen Kran - der ist nicht eingesichert und säbelt eine Bürofassade ab. Was anschließend sich in Krankenhäusern und dergleichen vollzieht, ist eher Jackie's Standardware - so wenig neu wie überraschend wie spannend. Doch zum Schluss drehen die Stuntmen nochmal richtig auf: Ein Mercedes knallt an einen Benzinlaster, und der beginnt eine chaotische Fahrt durch Marktstände, über Ausfallstraßen aller Art bis zu einer Baustelle. Dort walzt er Leitplanken und sonstiges Baumaterial nieder, um seine Fahrt dann an einer Brücke zu beenden. Der Schluss ist überraschend wuchtig und eine Wohltat für alle, die die direkte Materialschlacht lieben. Der Rest der Story ist dagegen eher zum Abgewöhnen. Humoristischer Lichtblick: Bei der Wellness überrascht, flieht Jackie - nackt wie Gott ihn schuf - über einen türkischen Basar, auf der verzweifelten Jagd nach bedeckenden Kleidungsstücken...